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Einblicke in ein bewegtes Leben: Lesung mit Latifa Nabizada

Die 1970 in Kabul geborene Latifa Nabizada erfüllte sich trotz schwieriger Umstände in ihrem Land ihren Traum: Mit 17 Jahren bewarb sie sich gemeinsam mit ihrer Schwester als Pilotin bei der Militärakademie. Als die beiden 1989 ihre dreijährige Ausbildung bei der afghanischen Air Force begannen, waren sie die ersten Frauen im Land, die Pilotinnen werden sollten. Allem Widerstand zum Trotz beendete Latifa Nabizada ihre Ausbildung. Sie wurde Hubschrauberpilotin und war damit eine der ersten Pilotinnen Afghanistans. Latifa Nabizada flog vor allem Hilfsmissionen gegen die Taliban im Bürgerkrieg.

Wegen ihres Jobs wurde sie von den Taliban attackiert, weshalb sie ins Verteidigungsministerium wechselte und Direktorin der Abteilung für Menschenrechte und Genderfragen wurde. Dort hat sie versucht, viel für Frauen zu tun, sie über ihre Rechte aufzuklären – und machte sich dabei viele Feinde. Sie musste schließlich das Land verlassen.

Im Dezember 2015 kam sie gemeinsam mit ihrer Tochter als Stipendiatin des Projekts "Writers in Exile – Wien als Zufluchtsstadt" nach Österreich, um ihr Leben und ihre Arbeit in einem sicheren Rahmen fortzusetzen zu können. Im Juli 2017 erhielten Latifa Nabizada und ihre Tochter Asyl in Österreich. Ihre Erfahrungen zeichnete sie in dem Buch "Greif nach den Sternen, Schwester!" Mein Kampf gegen die Taliban auf, das 2014 auf Deutsch erschien.

Im Rahmen von CORE & the City, einer Veranstaltungsreihe des Projekts CORE – Integration im Zentrum, las Latifa Nabizada am Freitag, den 19. Oktober 2018, aus ihrem Buch und erzählte dem interessierten Publikum von ihrem bewegten Leben.