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Volles Haus beim CORE-Nachbarschaftstreffen

Am 17. Jänner stand das CORE Zentrum ganz im Zeichen der Kreativität: Denn an diesem Tag wurden im Rahmen eines Nachbarschaftstreffens die Türen in der Pfeiffergasse 4 im 15. Bezirk geöffnet und die künstlerischen, handwerklichen und kulinarischen Begabungen der Teilnehmer und Teilnehmerinnen im CORE Zentrum vor den Vorhang geholt. Rund 100 Gäste kamen der Einladung nach und warfen einen Blick hinter die Kulissen der Kreativ- und Nähwerkstatt.

Blick hinter die Kulissen
Zweimal pro Woche kommen im CORE Zentrum erfahrene Künstler und Künstlerinnen mit Ausbildung ebenso wie Autodidakten, Naturtalente oder einfach interessierte Personen, die gerade erst beginnen, sich mit Kunst und Malerei näher zu befassen, zusammen. Und auch in der Nähwerkstatt treffen sich regelmäßig interessierte und handwerklich talentierte Menschen mit und ohne Fluchthintergrund und bringen ihre Ideen und Kreativität beim Nähen, Stricken, Sticken oder Häkeln ein. Beim Nachbarschaftstreffen hatten die Gäste nun die Möglichkeit, zu erfahren, welche Werke in den vergangenen Monaten entstanden sind.

Erfahrungsaustausch & Neues lernen
Beim Nachbarschaftstreffen konnten alle Interessierten mit den Künstlern und Künstlerinnen sowie den handarbeitenden Personen in Kontakt treten und sich austauschen. Etwa über die oft sehr persönlichen Geschichten, die hinter vielen Werken stecken. Viele der Teilnehmer und Teilnehmerinnen kommen genau deshalb regelmäßig ins CORE Zentrum: Sie wollen ihre Ideen und Emotionen beim Malen, Zeichnen, Modellieren oder mit anderen Techniken zum Ausdruck bringen. Für andere wiederum ist vor allem das Zusammensein in der Gruppe sehr wichtig. Gemeinsam mit anderen kreativ sein, gemeinsam etwas schaffen – egal ob beim Nähen oder bei künstlerischen Tätigkeiten, ist wesentlich für sie. Manche Personen kommen ins CORE Zentrum, um ihr Wissen weiterzugeben, weil sie schon viel Erfahrung haben. Sie teilen ihr Know-how mit jenen, die Neues lernen und von den Erfahrungen der anderen etwas mitnehme möchten. Dabei zeigen sich oft ganz große Talente. Viele Personen kommen oft auch aus ganz praktischen Gründen: Sie wollen einfach eine Hose für den Sohn nähen, ein Kleidungsstück reparieren oder aus Altkleidung etwas Neues schaffen.

Kontinuität im Alltag
All diese handwerklichen oder künstlerischen Tätigkeiten gehen dabei weit über eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung hinaus. Denn viele der Personen in den Werkstätten haben schon in ihrem Heimatland gemalt, gezeichnet oder genäht. Dass sie diese Aktivitäten hier fortführen können, sorgt für eine gewisse Kontinuität in ihrem sonst oftmals von Unsicherheit geprägten Leben. „Gerade, wenn vieles zurückgelassen werden musste, ist dieses Anknüpfen an die eigenen Interessen aus dem Heimatland sehr wichtig. Denn es zeigt, dass man einen wichtigen Teil seiner Persönlichkeit auch hier in Österreich zum Ausdruck bringen kann und die eigenen Begabungen wertgeschätzt werden“, erklärt Nina Andresen, CORE-Projektleiterin im Fonds Soziales Wien (FSW).

Der Austausch untereinander ist zudem nicht nur inspirierend und motivierend, er fördert auch ganz nebenbei die Deutschkenntnisse der Teilnehmer und Teilnehmerinnen. Denn wenn Menschen unterschiedlichster Herkunft zusammenkommen, ist Deutsch die verbindende Sprache.